ISL Maritime Conference 2018

Maritim 4.0 – Digitaler Umschlag

Am 23. Oktober 2018 lud das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik zur ISL Maritime Conference 2018 nach Bremen ein und setzte damit seine traditionelle Veranstaltungsreihe fort. Wie in den Vorjahren boten sich den Teilnehmer spannende Vorträge, Diskussionen und Prognosen über die aktuelle Lage und Perspektiven der globalen maritimen Branchen. Im Fokus der Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik standen die Digitalisierung und Industrie 4.0 in der maritimen Wirtschaft, dessen Potentiale für den maritimen Mittelstand, sowie die Entwicklung der Schifffahrtsmärkte, Häfen und deren Hinterland.
Im Jahr 1954 wurde durch einen Beschluss des Bremer Senats die Stiftung Institut für Schiffahrtsforschung mit dem Zweck gegründet, fortan wissenschaftsbasierte Forschung auf dem Gebiet der Schifffahrt in der Hansestadt zu betreiben. Auch die ISL Maritime Conference, die seit 2008 wieder alle zwei Jahre in Bremen veranstaltet wird, hat eine lange Historie. Sie steht in Tradition der früheren Liner Shipping Conferences, die bereits in den siebziger und achtziger Jahren durch das ISL organisiert wurden und schon damals ein fester Termin für die maritime Wirtschaft, Politik und Wissenschaft waren.
Dass sich Geschichtsträchtigkeit und moderne Technologien nicht ausschließen, bewies die diesjährige Veranstaltung einmal mehr: Thematisch richtete sich der Blick nach vorne, auf die Maritime Wirtschaft der Zukunft und damit auf die zügig fortschreitende Digitalisierung der Branche. Das Spektrum der Vorträge reichte am 23.10.2018 von „Mut zur Innovation: Autonomes Rangieren“ über „Datenschatz: Währung von morgen/heute“ bis hin zu „Cyber-Sicherheit in der Hafentelematik“.
So betonte Jörg Schulz, Staatsrat beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen: „Das Thema Digitalisierung ist unumgänglich, liegt im Trend der Zeit und das besonders für die maritime Branche und Hafenwirtschaft.“
„Digitalisierung dient dem Menschen. Ist es nicht angenehmer, einen Schiffsmaschinenraum dank moderner Sensorik von einem klimatisierten Raum aus zu überwachen?“ fragte Norbert Brackmann, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft das Publikum in seiner Rede.
Insgesamt diskutierten ca. 130 Gäste mit den Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Potenziale und Risiken von digitalem Güterumschlag und digitalem Verkehr im Schuppen 2 der Bremer Überseestadt.

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