Lagerverwaltung mit IT-Systemen unterstützen und optimieren

Das Unternehmen

  • Name: Brüssel & Maass Logistik GmbH
  • Sitz: Bremerhaven
  • Größe:  ca. 100 Beschäftigte
  • Branche: Logistik und Verkehr

Die Brüssel & Maass Logistik GmbH ist ein an der Nordseeküste ansässiges Speditions- und Logistikunternehmen. Hauptätigkeiten des Unternehmens sind unter anderem die Lagerhaltung sowie die Durchführung von LKW-Containertransporten tätig. Als Partner der dort verortetet Fischwirschaft fokussiert sich die Spedition auf den Umgang und den Transport von sensiblen und temperaturgeführten Gütern und Lebensmitteln.

Die Herausforderung

Beim Unternehmensgespräch der Brüssel & Maass zusammen mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen wurden zwei Hauptpunkte identifiziert, die das Unternehmen im laufenden Betrieb oftmals vor Herausforderungen stellen.

Ein Punkt ist die fehlende Verbindung zwischen der Telematik-Plattform, die permanent von den LKW gesendete Daten empfängt und aufbereitet, und der genutzen Dispositionssoftware. Es gibt einerseits keine Möglichkeit, Informationen vom Fahrzeug (bspw. Position, Geschwindigkeit oder Verbrauch) nicht an die Dispositionsabteilung zu senden. Auf der anderen Seite kann die Dispositionsabteilung keine Fahranweisungen an das betreffende Fahrzeug senden. Derzeit ist dieses Thema für das Unternehmen jedoch eher von geringer Priorität.

Schwerwiegender ist das Fehlen einer computergestützten Verwaltung der Lager, deren manuelle Verwaltung durch Digitalisierungsansätze wesentlich unterstützt werden könnte. Eine Unterstützung würde bereits bei der Positionsbestimmung eingelagerter Güter beginnen und könnte später zu automatischen Lagerplatzvorschlägen für einzulagernde Güter führen.

Die Herausforderung ist hier, dass die auf Paletten einzulagernden Güter variierende Grundflächen und Höhen haben, was eine universelle Lagerflächenrasterung (wie bspw. in einem Containerlager) erschwert.

Der Wunsch

Bezüglich des ersten Punktes wurde festgestellt, dass eine entsprechende Verbindung sehr nützlich und die Entwicklung einer beide Systeme verbindenden Lösung sicherlich möglich wäre. Es gilt jedoch vorab zu prüfen, ob die im Unternehmen bereits eingesetzten Systeme nicht bereits über eine entsprechende Funktionalität verfügen oder am Markt eine passende Lösung verfügbar ist.

Cloud Grafik

Zum zweiten Punkt wurde über verschiedene Möglichkeiten der Abbildung des Lagers in digitaler Form diskutiert. Neben einer feingliedrigen Rasterung, d.h. der Aufteilung der Lagerfläche in viele kleine Segmente, wurde auch die Möglichkeit angesprochen, mittels Sensoren an den Paletten ein eigenes Identifikationssystem aufzubauen. Mit einigen zusätzlichen Antennen kann die Positionsermittlung im Lager ermöglicht werden. Letzteres hätte den Vorteil, dass auf eine organisatorisch vorgegebene starre (und damit unflexible) Lagerstruktur verzichtet werden kann und ggf. ein größeres Optimierungspotential erreicht werden könnte.

Die Vorgehensweise

Für die Thematik digitale Lagerabbildung bietet sich somit eine vorherige Aufnahme der derzeit existierenden Prozesse an. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen bietet hierfür einen Workshop an, um einen Einblick in die notwendigen Grundlagen der Prozessmodellierung nach dem aktuellen Standard „Business Process Model and Notation“ (BPMN) zu erlangen.

BPMN 2.0 Beispiel

Das Ergebnis

Eine erste grobe Recherche des Unternehmens hat bereits ergeben, dass für beide Themenschwerpunkte grundsätzlich Lösungen am Markt existieren. Ausgehend von den im Gespräch herausgearbeiteten Ansätzen hat Brüssel & Maass nun Informationen, um eine spezifische Recherche nach passenden Lösungen durchzuführen. Eine Begleitung hierbei sowie bei den weiteren Schritten wird bei Bedarf mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen zeitnah abgestimmt.

Die Umsetzungspartner

Softwarehersteller oder Systemanbieter aus den Bereichen Telematik, Disposition und Lagerhaltung.

Die Kosten

Die Kosten für die mögliche Lösungen lassen sich ausgehend vom derzeitigen Kenntnisstand nicht seriös beziffern. Bezüglich der Interaktion existierender Softwaresysteme ist eine detaillierte Marktübersicht erforderlich. Je nach Konstellation kann es auch sein, dass die jeweiligen Softwarehersteller mit eingebunden werden müssen.

Bei der Digitalisierung der Lagerhaltung sind neben den Kosten für das Softwaresystem auch noch Kosten für die benötigte Hardware zu berücksichtigen.

Die angefallenen Arbeitsstunden seitens des Kompetenzzentrums Bremen wurden für das Unternehmen kostenlos und anbieterneutral erbracht.

Die Stichworte

Diese Stichworte helfen bei der Suche nach einem Lösungsanbieter im Internet:

  • Lagerabbildung
  • Prozess
  • Telematik
  • Disposition

Sie brauchen ebenfalls Hilfe bei einer Digitalisierungsmaßnahme oder einfach nur eine zweite Meinung?

Dann rufen Sie uns an!

Tel.:  +49 (0) 421 9600 – 260
E-Mail: kontakt@kompetenzzentrum-bremen.digital

Wir informieren Sie gerne im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Ihr Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen

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