Projekte

Nutzung von AR/VR in Retrofit-und Neubau-Prozessen auf einer Schiffswerft

Smartphone mit AR-Technik

VR kann helfen, den Kunden bereits während der Planungs- und Konstruktionsphase des Schiffes stärker in den Prozess einzubeziehen. Mithilfe der VR-Anwendung kann der Auftraggeber bereits lange vor Fertigstellung sehen, wie sein Schiff einmal aussehen wird und bei Bedarf umgehend Änderungen vornehmen.

Digitalisierung im Baustoffhandel: Vertriebsunterstützung durch digitale Services

Riss im Beton

Bei der WBA gibt es schon viele verschiedene Ideen zur Digitalisierung der Unternehmensprozesse und der Angebote für den Kunden. Die Verantwortlichen im Unternehmen wussten aber noch nicht genau, wie und wo sie mit der Digitalisierung anfangen sollten.

Rampenmanagement: LKW-Ankunft und Warenbereitstellung synchronisieren

Digitaler Umschlag Simulation am Touchdisplay

Dynamisches Rampenmanagement hilft, den Umschlag von Waren bei Produzenten und Logistikdienstleistern zu beschleunigen. Es reduziert auch die Wartezeiten für LKW-Fahrer und schützt die Bereitstellungs- und Abfertigungsvorgänge vor Unterbrechungen.

Die effiziente Organisation der Logistik ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor für Händler und produzierende Unternehmen. Zu den störungsanfälligsten Engpässen zählen dabei die Laderampen, die als Schnittstelle zwischen dem Verlader und dem Transportunternehmen dienen. Der Einsatz digitaler Technologien hilft dabei, die Abläufe an diesem Flaschenhals deutlich zu beschleunigen.

Längere Abfertigungszeiten auch beim pünktlichen Eintreffen

Bis jetzt ist es extrem schwierig, den begrenzten Platz auf der Rampe jederzeit ideal zu nutzen. Das heute eingesetzte Slotmanagement (engl. time slot = Zeitfenster) bei der Rampenabfertigung ist oftmals zu starr, um auf die Veränderungen von Rahmenbedingungen zu reagieren, beispielsweise bei verkehrsbedingten Verspätungen oder Verzögerungen durch Produktionsausfälle. Treffen die Fahrzeuge nicht pünktlich zum angemeldeten Slot ein, ist die Rampe dennoch vorübergehend blockiert, weil die Ware dort schon bereitgestellt wurde. Daher beginnen die Verlader oft erst nach dem Eintreffen der Fahrzeuge mit der Bereitstellung der Fracht. Daraus resultieren längere Abfertigungszeiten – selbst bei pünktlicher Erreichung eines Slots. Kommen die Fahrzeuge verspätet an, müssen zusätzlich noch lange Wartezeiten auf den nächsten freien Slot oder die nächste freie Rampe in Kauf genommen werden.

Transporte schneller abfertigen

Die Kenntnis der tatsächlichen Ankunftszeit von Fahrzeugen ist daher besonders für die Intralogistik – also die unternehmensinterne Logistik – ein erheblicher Vorteil. Diese Information kann in ein Zeitfenstermanagementsystem einfließen, das automatisch einen passenden Slot zuordnet und damit zur schnellstmöglichen Abfertigung aller Transporte beiträgt. Verspätet sich ein Fahrzeug, wird ein anderes vorgezogen und die entsprechende Ladung rechtzeitig bereitgestellt.

Ein solches “Dynamisches Slotmanagement“ wollen regionale Akteure aus dem Nordwesten jetzt mit Begleitung des Mittelstand 4.0- Kompetenzzentrums Bremen entwickeln. Fahrzeuge werden dann digital mit dem System vernetzt, sodass die Rampenabfertigung optimiert und stärker automatisiert werden kann.

Vorteile ergeben sich daraus sowohl für den Verlader als auch für das Transportunternehmen. Der Verlader kann die maximale Umschlagsleistung aus dem „Nadelöhr Rampe“ herausholen, indem er die Ware gezielter bereitstellt. Das Transportunternehmen ist unterdessen nicht an einen festen Slot gefesselt, den der Fahrer auf Biegen und Brechen erreichen muss, sofern er sich nicht hintenanstellen und möglicherweise mehrere Stunden verlieren will.

Auch die Fahrer profitieren

Zur Vernetzung der Fahrzeuge mit dem Zeitfenstermanagementsystem können verschiedene Technologien genutzt werden. Es kann einfach eine App auf dem Smartphone sein, aber auch eine kleine Box, die im Lkw platziert wird. Ziel ist dabei nicht die Überwachung der Fahrer – sie profitieren vielmehr von deutlich reduzierten Wartezeiten sowie vom geringeren Druck, ein bestimmtes Zeitfenster erreichen zu müssen. Darüber hinaus werden sie umfassender informiert, beispielsweise über mögliche Wartezeiten, den zugeteilten Slot, die Nummer der Rampe, den Ansprechpartner und die vorgesehene Dauer der Verladung.

Die Disponenten behalten unterdessen die Hoheit bei der Routenplanung und müssen bei Verzögerungen seltener Umwege einplanen, damit die Fahrer einen bestimmten Slot noch erreichen. Am Ende steht ein Gewinn sowohl für die Unternehmen insgesamt als auch für die einzelnen Beschäftigten.

Weitere Informationen:

Holger Schütt
Tel: 0471 – 3098 3813
Mail: schuett@isl.org

Roland Zimmerling (aio IT for Logistics GmbH)
Tel: 0441 – 594 887 00
Mail: rzimmerling@aio.de

Wie eine App in Zukunft das Schiffslogbuch ersetzen soll

Mann mit Helm dokumentiert

Das Unternehmen

  • Name: NautilusLog GmbH
  • Sitz: Hamburg
  • Gründungsjahr: 2018
  • Größe: 5 Beschäftigte
  • Branche: Maritime Wirtschaft

Die NautilusLog GmbH ist ein Start-up aus der Hafenstadt Hamburg, das 2018 gegründet wurde. Das Gründerteam von NautilusLog bestehend aus Sven Hamer, Ingo Klemke und Otto Klemke, hat eine innovative App entwickelt, mit der in Zukunft an Bord von Schiffen weniger Papier verwendet werden soll und das Tracking, Reporting und die Zusammenarbeit an Bord und an Land erleichtert wird.


Die Herausforderung

Auch in der heutigen digitalisierten Welt läuft in der Schifffahrt noch vieles analog und papierbasiert. So gibt es beispielsweise auf einem Schiff bis zu 18 verschiedene Papierlogbücher, die händisch mit Daten gefüllt werden. Die NautilusLog-App ist ein digitales Logbuch für die Schifffahrt, das diese Papierlogbücher ersetzen soll. Zudem kann die App alle relevanten Status- und Eventdaten verschiedener Schiffsysteme an Bord sammeln und darstellen.

Die Erprobung der Software des Hamburger Start-ups im Praxiseinsatz an Bord eines Schiffes ist teuer und zeitaufwendig, da Schiffe lange Zeit unterwegs und weit entfernt vom Unternehmensstandort operieren. Dies macht schnelles und flexibles Testen neuer App-Versionen oder Entwicklungsstände unmöglich.


Der Wunsch

Bisher musste durch das Unternehmen immer ein Schiff gechartert werden, um Szenarien an Bord durchtesten zu können und Anpassungen an der App vorzunehmen. Um Kosten und Zeit zu sparen, entstand der Wunsch, die Erprobung des digitalen Logbuchs virtuell durchführen zu können. Ziel ist es, schneller und flexibler Softwareentwicklungs-Zyklen fahren und somit durch Anwendungstests die Qualität und Kosteneffizienz der Entwicklungen zu steigern.


Die Vorgehensweise

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen stellt dem Unternehmen hierfür die Technologieentwicklungsplattform eMIR zur Verfügung, in die NautilusLog die eigene Software über eine standardisierte Schnittstelle einbindet. In dieser Plattform sind verschiedene Simulatoren integriert sowie auch Schiffsführungssimulatoren verfügbar, die es dem Team ermöglichen, ihre Software in typischen Simulationsszenarien auf einem virteullen Schiff durchzutesten. Zum Beispiel kann die App während eines Manövers einer vordefinierten Schiffsfahrt von Hafen zu Hafen getestet werden, ohne tatsächlich auf ein Schiff gehen zu müssen.

Der Einsatz vom Smartphone statt Logbuch auf der Zeaborn, Bild: NautilusLog

 


Das Ergebnis

Die Anbindung der App an die bestehende IT-Infrastruktur verliefen bereits erfolgreich. Aktuell arbeitet NautilusLog an der Einführung eines ISO-Standards für die Datenschnittstellen, um ein einheitliches Vorgehen bei der Datenerfassung und -übertragung gewehrleisten zu können.  Sobald dieser ISO-Standard abgenommen wurde, werden die Tests zur Finalisierung des Umsetzungsprojekts abgeschlossen.


Kosten

Die Projektkosten lassen sich zum einen durch die Lizenzmodelle von kommerziell verfügbaren Schiffsführungssimulatoren ableiten: Eine kommerzielle Simulator-Lizenz liegt bei ca. 100.000 € exkl. Personalkosten. Zum anderen muss der durch das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum erbrachte Personalaufwand mit in die Projektkosten einkalkuliert werden. Bei dem Anwendungsprojekt mit NautilusLog sind beispielsweise etwa 120 Arbeitssunden durch Mitarbeiter des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums in die Umsetzung des Projektes geflossen.
Aufgrund der Förderung durch das BMWi konnten die Bereitstellung des Simulators sowie weitere Leistungen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Bremen für das Unternehmen kostenlos und anbieterneutral erbracht werden.

Zu diesem Projekt gibt es zudem ein Interview mit dem Gründer vom Unternehmen NautilusLog, Otto Klemke, als Podcast sowie einen spannenden Artikel.


Suchmaschinen-Stichworte für Lösungsanbieter

  • App Design und -Entwicklung
  • IT-Simulation
  • szenariobasierte Validierung und Verifikation

 


Art des benötigten Umsetzungspartners/ Dienstleisters

  • Ein kommerziell verfügbarerer Schiffsführungssimulator

Die Erprobung wird auf der Technologieentwicklungsplattform eMIR des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums durchgeführt. Diese Technologieentwicklungsplattform ermöglicht es, hochautomatisierte maritime Systeme und Services hinsichtlich ihrer Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit zu überprüfen. Sie besteht aus verschiedenen virtuellen Schiffssimulatoren sowie einem realen Steuerstand, der die Bedienung des Systems ermöglicht.


Dauer der Einführung/ Projektdauer

Die Planungsphase des Projektes begann im Februar 2019, die Test- und Pilotphase erfolgte dann im Sommer 2019. Der Projektabschluss ist aufgrund der Arbeit an einem ISO-Standard der Datenschnittstelle bisher noch offen. NautilusLog und das Bremer Kompetenzzentrum sind hierzu regelmäßig im Austausch.


Sie haben ebenfalls Interesse daran, ein Projekt zu Ihrer individuellen Fragestellung mit uns in Angriff zu nehmen? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per Mail oder telefonisch unter 0421 96 00 260!

Ein traditionsbewusstes Herrenmodehaus setzt auf Social Media

Gruppe diverser Menschen am Tisch

Für den Einzelhandel sind soziale Medien ein wichtiger Kanal, um junge Menschen anzusprechen, gerade in der Modebranche. Das Modehaus Bruns in Oldenburg verfügt bereits über zwei Social-Media-Kanäle (Facebook und Instagram), die parallel von mehreren Angestellten gepflegt werden.