Die Smart Speaker Story

Audioexperten des Fraunhofer IDMT in Oldenburg haben mit dem Audiodesign des »Smart Speaker« der Deutschen Telekom viel Klang auf wenig Raum geschaffen. Ein Film gibt nun Einblick in die Entwicklung, den Umfang und die Funktionsweise des Produkts. Dabei spannt er den Bogen von der ersten Ideenfindung über die Konzeptionsphase und die kooperative Zusammenarbeit der Partner bis zur Realisierung einer akustischen End-of-Line Kontrolle für die Produktion.

Weitere Informationen erhalten Sie HIER.

 

Schweißsimulator: VR-Technik in der Schweißerausbildung

Der Demonstrator ermöglicht die Trainingssimulation für Schweißprozesse.

Erfahren Sie, wie mithilfe einer realitätsnahmen Simulation auf Basis von Virtual Reality (VR) manuelle Schweißverfahren gelernt werden können und während der Übungsausführung Hinweise zur Optimierung der Handhabung dargestellt werden.

Generell wird ein Einsatz des Simulators im ersten Drittel der Schweißausbildung empfohlen.
Die Simulation kann Sie dabei unterstützen, typische Anfängerfehler zu vermeiden und eine ergonomische Arbeitsweise zu vermitteln. Zudem können Sie das Schweißen in Zwangspositionen (z. B. liegend oder in beengten Räumen) durch entsprechende Positionierung des Werkstücks gezielt trainieren.

Schweißen wird traditionell in Schweißkabinen erlernt. Die Lernenden schweißen isoliert und erhalten im Anschluss Feedback zu ihrem Ergebnis, der Schweißnaht. Dies ist an unserem Schweißsimulator anders:

  • Am Simulator wird das Feedback bereits während der Übungsausführung vermittelt, sodass ein besserer Lerneffekt entsteht.
  • Das Feedback erfolgt mittels Sensorik und ist neutral, was die Gespräche zwischen Lernenden und Lehrenden entspannt. Kritik wird besser angenommen, wenn Sie durch objektive Messung gestützt ist.

Im realen Schweißprozess entstehen hohe Temperaturen und UV-Strahlung, die die Augen schädigen kann. Daher wird mit Sichtschutz, Schürze und Handschuhen geschweißt.
Am Simulator entfallen die wesentlichen Gefahrenquellen. Daraus resultieren einige Vorteile:

  • Das Verletzungsrisiko ist erheblich geringer.
  • Es kann eine engere Übungsbetreuung erfolgen und eine ergonomische Arbeitshaltung leichter vermittelt werden.
  • Einzel- Gruppen-, oder Klassenraumübungen werden möglich. In einem Klassenraum kann das Bild z. B. über einen Beamer ausgegeben werden.
  • Die Barriere zum Ausprobieren des Simulators ist gegenüber einem echten Schweißgerät deutlich geringer. Der Simulator kann auf Messen und z. B. zur Berufsorientierung eingesetzt werden.
  • Der Simulator bietet einen Lernort für den weder ein Sichtschutz, noch eine Absauganlage erforderlich ist.
    Schweißen ist mit vor- und nachgelagerten Prozessen verbunden, bei denen u. A. die Übungsbleche abgekühlt, aufgetrennt, geschliffen und wieder eingespannt werden. Die Bleche im Simulator werden nur virtuell verschweißt.
  • Die Simulation erlaubt eine Wiederholung innerhalb weniger Sekunden und führt zu einer deutlich schnelleren Übungsfolge.
  • Verbrauchsmaterial wird eingespart (Bleche, Schutzgas)

 


Das Projekt „MESA – Medieneinsatz in der Schweißbranche“ (http://mesa-projekt.de) wurde im Rahmen des Programms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Vom 01.08.2015 bis 31.01.2019 wurden neue Konzepte und Technologien für die Aus- und Weiterbildung in der Schweißbranche untersucht. Die wesentlichen Forschungsschwerpunkte waren die Integration von Trainingssimulatoren und anderen digitalen Medien in die Qualifizierungsprozesse von Schweißer/-innen sowie die Realisierung von Blended-Learning-Konzepten, bei denen Präsenzveranstaltungen mit virtuellem Lernen verbunden werden.

Um die Projektinhalte anwendungsnah zu gestalten, arbeitete der Projektverbund eng mit dem DVS (Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.) sowie einem erweiterten Kreis von metallverarbeitenden Unternehmen und Bildungsträgern zusammen.

Neben den Projektpartnern setzen bereits viele Unternehmen und Bildungsträger Trainingssimulatoren in der Schweißausbildung ein (Stand 2019).

Dürfen wir vorstellen: Digitalisierung in der Praxis!

Die Digitalisierung führt uns in eine spannende neue Zeit. Vieles wird sich zum Guten ändern, manches wird aber auch mit Risiken verbunden sein. Mit den folgenden drei Praxisbeispielen zeigen wir unterschiedliche Muster der digitalen Transformation auf – inklusive erster Ansätze für Umsetzungen in der Praxis.

Funketikett für Hammer und Bohrmaschine

Handwerksbetriebe müssen immer wieder vermeidbare Fahrtzeiten in Kauf nehmen, weil benötigtes Werkzeug im Lager vergessen oder auf Baustellen verloren wurde. Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts soll nun eine Technologie entwickelt werden, die alle Werkzeuge per Funketikett automatisch identifiziert und somit dem Mitarbeiter im Auto eine schnelle Kontrolle des Beladungsstatus ermöglicht. Dadurch werden Doppelfahrten vermieden, Kosten gespart und Nerven geschont.

Mehr Informationen zum Praxisbeispiel gibt es hier.

Werker-Assistenzsysteme

Nicht automatisierte Arbeitsschritte begünstigen Fehler und erfordern in der Regel den Einsatz von Fachpersonal. Der Anlagenbauer SCHUBS Steuerungstechnik hat daher ein Werker-Assistenzsystem für die Montage von Schaltschränken entwickelt. Das System zeigt nach dem Einscannen eines Bauteils die Einbauposition auf der Montageplatte an. Nun kann die Arbeit auch von ungelernten Mitarbeitern oder Arbeitnehmern mit geistiger Behinderung durchgeführt werden.

Mehr Informationen zum Praxisbeispiel gibt es hier.

Projektionssysteme für die Fertigung und Montage

Laserprojektionssysteme werden oft in der Fertigung eingesetzt. Sie zeigen Mitarbeitern dort beispielsweise den nächsten Arbeitsschritt und das benötigte Bauteil an. Die Systeme erfordern in der Regel jedoch manuelle Eingaben der Nutzer, um den Status des Vorgangs zu erkennen. Die LAP GmbH hat nun ein System entwickelt, das den Prozessfortschritt mit Hilfe modernster Bilderkennungstechnologie automatisch ermittelt. Es zeigt dem Mitarbeiter ohne dessen Eingreifen den nächsten Arbeitsschritt an und unterstützt dabei gleichzeitig die Qualitätssicherung.

Mehr Informationen zum Praxisbeispiel gibt es hier.

Die dargestellten Technologien können branchenübergreifend eingesetzt  werden. Sie zeigen auf, wie die Digitalisierung helfen kann, die Komplexität von Arbeitsschritten zu verringern, die Kommunikation zu verbessern und viele Prozesse transparenter zu gestalten.

 

 

 

 

Auf der großen Digitalisierungs-Convention wurde mutig in die Zukunft geblickt

Teilnehmer der Convention "Das Digitale Jetzt" bei der Vorstellung der Praxisbeispiele.

Rund 120 Gäste, Aussteller und Referenten feierten am 26. September 2019 gemeinsam das einjährige Bestehen der Veranstaltungsreihe “Das digitale Jetzt”. Bei der großen Digitalisierungs-Convention im Flydeck im Ecos Office Center auf dem Teerhof blickten sie zurück auf das vergangene Jahr, aber vor allem nach vorne in Richtung Zukunft: Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, 3D-Druck, Gamification – in Workshops und in der Ausstellung gab es nicht nur Informationen dazu, sondern die Gäste konnten auch vieles selbst ausprobieren.
Lesen Sie den gesamten Artikel auf der Seite von bremen-digitalmedia.de
Zu den Fotos des Events geht es hier.
 

“Das digitale Jetzt – spannende Beispiele aus der Praxis” ist eine Veranstaltungsreihe von bremen digitalmedia und des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen. Mit der Reihe sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen eingeladen werden, sich mit verschiedenen Themen der Digitalisierung auseinander zu setzen und im Dialog mit Experten aus der Praxis weiter zu bilden.

Die nächsten Termine sind

30. Oktober 2019, 17:00 Uhr, Radiusmedia KG augment it: “Willkommen in der neuen Welt – Mit AR schneller ans Ziel”

13. November 2019, 17:00 Uhr, ProLog Innovation: “LEGO SERIOUSPLAY® als Kreativitäts- und Kommunikationsmethode”

10. Dezember 2019, 17:00 Uhr, DOCK.ONE: “Digitale Innovationen für den Maschinen- und Anlagenbau”

Ein traditionsbewusstes Herrenmodehaus setzt auf Social Media

Foto: Foto und Bilderwerk

Das Unternehmen

 

  • Sitz: Oldenburg
  • Größe: 130 Angestellte
  • Branche: Textil Einzelhandel, Herrenmode
  • Gründungsjahr: 1896
  • Name des KMU: Gerhard Bruns GmbH & Co KG

Bruns ist ein Familienunternehmen, das seit fast 125 Jahren im Bereich Einzelhandel für Männermode tätig ist. Es bietet Bekleidung für den Herren in jeder Lebenslage: Herrenmode, große Größen und Berufsmode. Während die Kategorien Herrenmode und Berufsmode derzeit nur in regionalen Filialen erhältlich sind, gibt es für den Bereich große Größen neben den Filialen zudem einen Online-Shop.


Die Herausforderung

[two_third]Für den Einzelhandel sind soziale Medien ein wichtiger Kanal, um junge Menschen anzusprechen, gerade in der Modebranche. Das Modehaus Bruns in Oldenburg verfügt bereits über zwei Social-Media-Kanäle (Facebook und Instagram), die parallel von mehreren Angestellten gepflegt werden. Da alle zuständigen Mitarbeiter neben ihrer Haupttätigkeit im Verkauf die Social-Media-Kanäle pflegen, fehlte es bisher an Zeit für die Entwicklung eines vorausschauenden Konzepts für das Marketing in den sozialen Medien. Auch einen einheitlichen Marken-Auftritt nach außen gibt es bisher nur bedingt. Dieser ist jedoch wichtig in einer Branche, in der Konsumenten über ein starkes Markenbewusstsein verfügen. Darüber hinaus werden noch nicht alle Zielgruppen des Hauses über den Auftritt in den sozialen Medien bedient.[/two_third]

 

Herrenmode auf Bruns’ Instagram Kanal

Der Wunsch

Das Modehaus möchte die aktuelle Social-Media-Strategie überarbeiten, um die Zielgruppen besser zu erreichen und die Reichweite zu steigern. Die internen Prozesse sollen transparenter gestaltet und optimiert werden. Der bestehende Redaktionsplan soll überarbeitet werden, sodass er maßgeblich für alle genutzten Kanäle und Anwenderinnen und Anwender gilt. Langfristiges Ziel ist es, den Unternehmensumsatz zu erhöhen, das Unternehmen überregional bekannter zu machen sowie die Kundinnen und Kunden stärker an sich zu binden.


Die Vorgehensweise

Zusammen mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen wurde zunächst eine Ist-Analyse des bisherigen Social-Media-Marketings durchgeführt. Dabei ging es darum, wie bisherige Kanäle bespielt werden, wie der Redaktionsplan genutzt wird und welche Angestellten die Social-Media-Kanäle wie pflegen. In einem Workshop wurden zunächst aktuellen Wissensgrundlagen im Bereich Social Media vermittelt sowie einige Best-Practice-Beispiele vorgestellt. Im nächsten Schritt, der wiederum in Form eines Workshops durchgeführt wird, geht es darum, die Zielgruppen für die Social Medie Kanäle zu definieren, die künftigen Ziele festzulegen und Maßnahmen zu formulieren. Nachdem die Strategie von den Angestellten und der Unternehmensführung ausgearbeitet wurde, geht es in die Umsetzung, bei der das neue Wissen und die neuen Strukturen angewandt werden.


Das Ergebnis

Wie erreicht man die Zielgruppen auf Instagram?

Das Projekt befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase.
Die Planungs- und Analysephase wurden erfolgreich abgeschlossen.

 


Methoden

  • Grundlagenschulung Social Media
  • Ist-Analyse: Nutzung der Accounts (Communitypflege, Hashtags, Verlinkungen), Followerzahlen, Bildsprache
  • Präsentation von Best-Practice-Beispielen (Nutzung von Storytelling)
  • Erstellung von Personas
  • Social-Media-Strategie

Suchmaschinen-Stichworte für Lösungsanbieter

  • Social Media Marketing
  • Online Marketing
  • Influencer Marketing

Art des benötigten Umsetzungspartners/ Dienstleisters

  • Social Media-Agentur / Kommunikationsagentur

Die Umsetzung der neuen Social Media Strategie erfolgt durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Modehauses begleitet durch das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen. Die Angestellten werden auch weiterhin die Accounts pflegen und Beiträge für die Auftritte in den sozialen Medien erstellen.


Dauer der Einführung/ Projektdauer

Das Projekt startete im März 2019 mit einer ersten Kontaktaufnahme bei der IHK Oldenburg. Im Juni folgte dann der Einführungs-Workshop Ist-Analyse/Nutzung von Social Media im Einzelhandel. Die weiteren Phasen befinden sich in der Umsetzung.


Kosten

Da das Social-Media-Marketing intern erfolgt, fallen zusätzlich nur Kosten für mögliche Werbebudgets auf den Kanälen sowie für mögliches Influencer-Marketing an.

Business Modell Canvas – ist Ihr Geschäftsmodell gerüstet für die Digitale Welt?

Business Modell Canvas – ist Ihr Geschäftsmodell gerüstet für die Digitale Welt?

Im Rahmen eines Schulungstermins wurden Führungskräfte eines mittelständischen Unternehmens durch Mitarbeiter des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen durch verschiedenen Themen der Digitalisierung geführt.
In einer informellen Atmosphäre konnten so Ideen beschrieben und offene Fragen geklärt werden. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Erstellung eines „Business Model Canvas“ (BMC). Das BMC ist eine Methode zur Abbildung und Analyse des Geschäftsmodells. Durch das Beschreiben von Kernkompetenzen und  den Beziehungen zu (Haupt-)kunden können so Stärken und Schwächen des bestehenden oder zu erstellenden Geschäftsmodells identifiziert werden.
Diese Kompetenzen und Beziehungen wurden dann durch die wissenschaftliche Begleitung des Kompetenzzentrums von den Mitarbeitern des Unternehmens eigenständig zu Ansätzen für Digitalisierungspotentiale weiterentwickelt. Die Erarbeitung dieser Leistungen erfolgte dabei vorwettbewerblich um eine Nutzenabschätzung bei der Beauftragung eines Beratungsunternehmen durchführen zu können.
Die Teilnehmer, zu Beginn der Veranstaltung zwar skeptisch aber „offen für alles“, haben eben die Veranstaltung mit einem Rucksack voller Ideen und einer Verabredung zur weiteren Zusammenarbeit wieder verlassen. Das Unternehmen aus der Immobilienbranche wird sich auch für die Bearbeitung weiterer Themen an das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen wenden. So wurden Themen wie Datensicherheit oder Mixed Reality-Brillen als bedeutsam herausgearbeitet.
 
Haben auch Sie Interesse an einem kostenlosen Check Ihres Geschäftsmodells?
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
kontakt@kompetenzzentrum-bremen.digital
0421 – 6969 899 0

Ist Block-Chain-Technologie die Lösung?

Ist Block-Chain-Technologie die Lösung?

Das Thesenpapier unseres Konsortialpartners ISL steht ab sofort zum kostenfreien Download bereit
Der Seeverkehr ist von zentraler Bedeutung für die Weltwirtschaft. Mehr als 90 % der interkontinental gehandelten Güter werden auf dem Seeweg transportiert –
gerade für den „Exportweltmeister“ Deutschland sind die Häfen daher eine zentrale Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg.
Signifikante Störungen großer Häfen führen daher zu negativen Auswirkungen für die maritimen Lieferketten und Schäden für die maritime sowie die Handel treibende Wirtschaft.
Einen möglichen Angriffspunkt für Kriminelle bilden dabei die Informations- und Kommunikationstechnologien.
In seinem aktuellen Thesenpapier setzt sich das ISL mit dieser Problematik auseinander und zeigt auf, mit welchen Maßnahmen der Cybergefahr begegnet werden sollte.
Das PDF-Dokument steht hier kostenfrei zum Download bereit und bildet die Fortsetzung einer Reihe von Thesenpapieren, die das ISL in Abstimmung mit seinem Wissenschaftlichen Beirat zu aktuellen Themen aus Schifffahrt und Logistik verfasst und Ihnen zur Verfügung stellt.
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

Wer wartet schon gerne auf sein Eis?! – Dynamisches Slotmanagement an der Laderampe

Die Sonne brennt – das Eisgeschäft brummt.

Stellen Sie sich vor, Sie bestellen bei Ihrem Lieblingseismann im Nachbarstadtteil drei Spaghetti-Eis um sie direkt nach Ankunft in Empfang zu nehmen. Wäre es nicht wunderbar, wenn der Eismann alles vorbereitet hat, wenn Sie die Eisbude betreten und Sie nurnoch drauf los Löffeln müssten? Aber was wäre, wenn wir uns dann doch ein paar Minuten verspäten oder auf einmal keine Lust mehr auf Eis haben?!
Und wenn wir dieses Szenario größer denken?
Dieser und ähnlicher Herausforderungen müssen sich Spediteure, Verlader, LKW-Fahrer und Mitarbeiter der Logistik jeden Tag stellen. Nicht für drei Spaghetti-Eis, sondern für ganze LKW-Ladungen voller Produkte. Hier sind die bekannt: Probleme an der Verladerampe, wenn es wieder länger dauert. Und wenn dann auch noch sensible Ladung und Termindruck zusammenkommen, liegen schnell die Nerven blank.

Prozessmodellierung – Demonstration am eigenen Prozess

Teilnehmer der Demonstration zum Business Model an Notation

Demonstration der Prozessmodellierung in BPMN 2.0

Wie kann ich mich angesichts komplexer Vorgänge mit mehreren Unternehmen über eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie unterhalten, ohne mich dabei in unzähligen Nebendiskussionen zu verzetteln?

Teilnehmer der Demonstration zum Business Model an Notation
Niko Mahmoud (mitte) und Frank Martfeld (rechts) vom Hamburger Rail Service im Gespräch mit Ralf Michael Knischka vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen.

Diese Frage stellte sich das Unternehmen HRS Transport Logistik GmbH und fand mit Hilfe des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Bremen zu einer Methode, um eine effektive Diskussionsgrundlage zu schaffen. Die Lösung hierfür: Prozessmodellierung.
Es kennt bestimmt jeder: Man spricht mit Kolleginnen und Kollegen über Arbeitsabläufe im eigenen Unternehmen und stellt schnell fest, dass das Verständnis darüber oft stark voneinander abweicht. In der Kommunikation mit Externen geschieht es oft, dass eine verständliche Beschreibung entsprechender Vorgänge aufgrund mangelnden Detailwissens oder der Komplexität des Themas schwerfällt. Diese Vorgänge, auch Prozesse genannt, könnten schön beschrieben, allgemein verständlich und jederzeit nutzbar vorliegen, wenn man denn nur wüsste, wie man dazu kommt. Eine praxistaugliche Möglichkeit hierfür ist das Erstellen von beschreibenden Prozessmodellen in BMPN (Business Process Model and Notation). Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen bietet auch hier interessierten Unternehmen Hilfestellung und kann über die Möglichkeiten der Modellierung informieren.
Am 28.05.2019 fand am ISL-Standort in Bremerhaven eine Demonstration der Prozessmodellierung in BPMN 2.0 zusammen mit dem Unternehmen HRS Transport Logistik GmbH statt.
HRS hatte zuvor an den Angeboten Unternehmensgespräch und Potentialprojekt des Kompetenzzentrums teilgenommen. Hierbei konnte ein Bedarf an einer einfachen Möglichkeit der Erfassung und Darstellung der existierenden Geschäftsprozesse festgestellt werden, wofür sich BMPN hervorragend eignet.

  • Die vierstündige Veranstaltung startete mit einer kurzen und einfachen Einführung in die Grundlagen von BPMN.
  • Im Anschluss folgte der Hauptteil, der die Modellierung eines Geschäftsprozesses aus dem Unternehmen zum Thema hatte.
  • Die Geschäftsführer Frank Martfeld und Niko Mahmoud konnten zusammen mit den Vertretern des Kompetenzzentrums den zunächst einfachen und am Ende doch überraschend komplexen Geschäftsprozess aus ihrem Unternehmen modellieren und so die zuvor gezeigten Grundlagen anwenden.

Am Ende der praxisorientierten Demonstration sah sich HRS in der Lage, selbstständig weitere Prozesse zu modellieren. Neben der Möglichkeit, die eigenen Prozesse detailliert aufzunehmen und damit zu dokumentieren sieht das Unternehmen einen großen Vorteil in der Vorgehensweise darin, hiermit eine Grundlage für branchenweite Diskussionen bezüglich gemeinsamer Digitalisierungsstrategien zu erarbeiten.

Wollen Sie mehr zur Modellierung mit BPMN 2.0 erfahren?

Das Digitale Jetzt: Mit Metall in 3D drucken

Das Digitale Jetzt: Mit Metall in 3D drucken

„Das digitale Jetzt – Spannende Beispiele aus der Praxis” ist eine Veranstaltungsreihe, die in Kooperation des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen, des Interessenverbands bremen digitalmedia und dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen angeboten wird.
Am 16. Mai 2019 waren wir zum Thema “3D Metalldruck – Zeitloses Material trifft grenzenlose Technologie” in den Produktionsstätten des Unternehmens Materialise zu Gast. Anhand von Vorträgen und praktischen Vorführungen bekamen die knapp 30 TeilnehmerInnen zunächst eine Übersicht zu verschiedenen Technologien im Bereich Additiver Fertigung und konnten mit 3D-Druck gefertigte Produkte einmal selbst in die Hand nehmen.
Der Einsatz von 3D-Metalldruck beschränkt sich längst nicht mehr nur auf das Prototyping – mit diesem speziellen Fertigungsverfahren sichern sich inzwischen viele Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Erfahren Sie, wie sich lohnende Anwendungen identifizieren lassen und lernen Sie welche Perspektiven sich für die moderne, digitale Produktentwicklung ergeben. Der Schlüssel zum erfolgreichen Einsatz der Additiven Fertigung ist das optimale Produktdesign. Am Beispiel des Metall-3D-Drucks verschafft Ihnen Alexander Schenk einen Einblick in die Designmöglichkeiten der Technologie.
Bei der anschließenden Führung durch die Produktion konnten die Teilnehmerinnen live sehen, wie 3D-Metalldruck funktioniert und die Fertigungsmethode näher kennenlernen.


Was ist überhaupt 3D-Druck?

Die Additive Fertigung, oftmals synonym auch als 3D-Druck bezeichnet, beschreibt einen Prozess, bei dem ein Bauteil schichtweise durch das Ablagern von Material wie beispielsweise Kunststoff oder Metall aufgebaut wird. Die Grundlage dieses Produktionsvorgangs bilden die 3D-Konstruktionsdaten des Bauteils. Dieses Produktionsverfahren unterscheidet sich insofern von konventionellen Fertigungsmethoden, dass kein Material abgetragen sondern Schicht für Schicht hinzugefügt wird, um das Bauteil zu erstellen. Anstatt also beispielsweise wie üblich ein Bauelement aus einem Block herauszufräsen, wird es bei der Additiven Fertigung aus feinem Pulver schichtweise aufgebaut.

Stärken und Schwächen der Additiven Fertigung

Die Additive Fertigung bietet die Möglichkeit, Bauteile oder -gruppen zu produzieren, die mit konventionellen Fertigungsmethoden bisher nicht herzustellen waren. Die Potenziale der Additiven Fertigung liegen im Design und der Konstruktion des Bauteils. Der Aufbau der Teile muss neu durchdacht werden, um passende Lösungen zu finden. Beim 3D-Druck bestimmen also das Design und die Konstruktion des Bauteils den Fertigungsprozess und nicht anders herum.
Für Unternehmen ist es wichtig, zunächst einmal zu prüfen, bei welchen Bauteilen es sinnvoll sein könnte, die 3D-Druck-Technik einzusetzen. Es ist ohne Probleme möglich ein hochqualifiziertes Produkt zu drucken, aber zu Beginn sollte man mit einem kleinen, simplen Teil starten, um zu überprüfen, ob es für den 3D-Druck geeignet ist.
Da Bauteile für den 3D-Druck völlig neu designt und konstruiert werden müssen, können Gewichte können reduziert werden, der Materialverbrauch vermindert, Baugruppen bereits montiert gedruckt werden und somit Kosten eingespart werden. Zudem basiert die Additive Fertigung auf digitalen Daten, sodass keine zeit- und kostenintensiven Umrüstungen der Maschinen und Werkzeuge mehr notwendig sind. Stattdessen wird nur der digitale Datensatz für die 3D-Fertigung angepasst.
Beim 3D-Metalldruck wird die Designflexibilität des 3D-Drucks mit den Materialeigenschaften von Metall kombiniert. Werkzeugeinsätze mit Kühlkanälen oder leichte Strukturen für die Luft- und Raumfahrt: vom Metalldruck profitiert jede Anwendung, die komplexe Metallteile umfasst. Idealerweise kann 3D-Metalldruck u.a. angewendet werdet, um voll funktionsfähige Prototypen oder Produktionswerkzeuge herzustellen, oder um Werkzeugen wie Gussformen und Einsätze zu produzieren.
Doch der 3D-Druck birgt neben all diesen Vorteilen gegenüber der konventionellen Fertigung auch einige Schwächen. In der Regel können in der Additiven Fertigung nur wenige Objekte zeitgleich hergestellt werden. Dies ist abhängig vom jeweiligen Drucker. Zudem sind die Fertigungszeiten durch den schichtweisen Aufbau der Teile und die relative geringe Aufbaugeschwindigkeit recht lang, sodass die Massenproduktion von Bauteilen per 3D-Druck (noch) nicht möglich und wirtschaftlich ist.


In Bremen ist das Thema 3D-Druck schon lange im Fokus. Wo und wie genau, das können Sie hier nachlesen.

Innovationswerkstatt "Bildverarbeitung in der Hafenlogistik"

Innovationswerkstatt “Bildverarbeitung in der Hafenlogistik”

Am 26.04.2019 fand unsere Innovationswerkstatt zum Thema „Bildverarbeitung für die Hafenlogistik“ beim Rostocker Fracht- und Fischereihafen statt. Diese Veranstaltung wurde im Rahmen der Digitalisierungsreihe gemeinsam mit der Logistikinitiative M-V und dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum durchgeführt.
Nach drei Impulsvorträgen zu Beginn der Veranstaltung haben die 20 Teilnehmer aus der Logistikbranche die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten im Lagermanagement des Fracht- und Fischereihafens besichtigen können. In der anschließenden Diskussions-Runde (World Café) wurde auf die besondere Bedeutung der Transparenz der Prozesskette für alle beteiligten Akteure hervorgehoben. Anknüpfungspunkte für mögliche Digitalisierungs-Projekte sind die aktuelle Zustandskontrolle im Lagerbereich, die mobile Datenerfassung und die Prozessdokumentation.
Die durch das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum vorgestellten Technologien der Bildverarbeitung und deren mögliche Integration in relevante logistischen Prozesse wurden von den Teilnehmern sehr positiv bewertet und sollen zukünftig im Rahmen einer weiteren Veranstaltung mit Praxispartnern aus dem Binnenhafenbereich aus dem Raum Berlin-Brandenburg vertieft werden.