Mit Design Thinking neue Wege für den Kundenservice eröffnen

Wporkboard eines Workshops

Mit Design Thinking neue Wege für den Kundenservice eröffnen

Am 10. September fand ein Design Thinking Workshop mit der TTS MARINE GmbH aus Bremen statt. Die TTS MARINE GmbH ist ein Unternehmen, das elektrische und hydraulische Ankerwinden in Bremen entwickelt und designt. Diese Ankerwinden werden in China produziert. In seinen Marktsegmenten gehört TTS MARINE zu den Weltmarktführern. Um seine Marktposition zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, ist das Unternehmen laufend an einer Weiterentwicklung des Geschäftsmodells interessiert, beispielsweise im Rahmen der Digitalisierung. In diesem Workshop sollte die Digitalisierung des Instandhaltungs- und Wartungsprozesses  der Schiffswinden durch den Einsatz von Datenbrillen abgebildet werden. Da das Unternehmen sich bereits im Vorhinein tiefgehender mit dem Thema Datenbrillen auseinandergesetzte hatte, waren sie zunächst als fester Bestandteil der Lösung angedacht.


Was war die Fragestellung?

Bereits im Vorfeld hat sich das Team von TTS MARINE über Problemfelder im täglichen Arbeitsablauf Gedanken gemacht und erarbeitet, dass der Einsatz von Augmented Reality (AR)-Brillen im Rahmen der Winden-Wartung und -Reparatur die Service-Techniker vor Ort auf dem Schiff unterstützen könnte. Durch die Nutzung der AR-Technologie wäre es möglich, die Techniker auf dem Schiff durch Kollegen aus der Ferne zu unterstützen.
Der Zweck des Workshops war es, den Design Thinking Prozess im Rahmen der Problemstellung zu durchlaufen. Die Methode des Design Thinking ermöglicht es Unternehmen, innerhalb kurzer Zeit systematisch neue Ideen zu entwickeln und Lösungen für bestimmte Problemstellungen zu erarbeiten. Hierbei stehen die Nutzerorientierung und die Praxistauglichkeit der Lösung im Vordergrund.


Und was ist im Workshop daraus geworden?

Das Team der TTS MARINE GmbH kam bereits mit einer klaren Vorstellung der Lösung zu uns – der Einsatz einer Datenbrille bei der Fernwartung. Da die Mitarbeiter*innen, die am Workshop teilgenommen haben, aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens kommen, war es jedoch erst einmal notwendig, alle Beteiligten auf einen Stand zu bringen und das Hauptproblem zu definieren.
Im Rahmen des Workshops wurden die ersten drei Stufen des Design Thinking Prozessen durchlaufen:

  1. Problem Defintion: Was ist das Problem?
  2. Empathy Buildung: Wer ist der Nutzer?
  3. Ideation: Was wäre wenn?

Hierbei stellte sich heraus, dass die größte Herausforderung nicht – wie zunächst gedacht – darin liegt, die Service-Techniker vor Ort zu unterstützen. Dieses Problem tritt erst im zweiten Schritt auf. Vielmehr ist bereits die Fehleranalyse an Bord oftmals mangelhaft oder aus der Ferne wenig nachvollziehbar, sodass eine Lösung erarbeitet werden muss, um die Fehleranalyse zu erleichtern und so Service-Einsätze effizienter zu gestalten.


Welche Ergebnisse haben wir erarbeitet und wie geht es weiter?

Als Ergebnis steht zunächst eine gemeinsame Definition des Problems und den daran beteiligten Nutzergruppen.

  1. Problem Defintion: Was ist das Problem? ⇒ Die Fehlerananlyse an Bord des Schiffes
  2. Empathy Buildung: Wer ist der Nutzer? ⇒ Das Crew-Mitglied, das die Fehleranalyse durchführt
  3. Ideation: Was wäre wenn? ⇒ Mögliche Tools zur Unterstützung bei der Fehleranalyse wären z.B. Video-Tutorials, Serious-Gaming Lernprogramme, Tablets mit Schlagwortsuche im Handbuch, ein Chat-Bot

Die Diskussion der Workshop-Teilnehmer*innen förderte die unterschiedlichen Perspektiven auf das Problem zu Tage und ermöglichte das Finden einer gemeinsamen Perspektive. Diese gemeinsame Perspektive wird nun im Unternehmen besprochen. Mithilfe der Ergebnisse des Design Thinking Prozesses wird die anvisierte Datenbrillen-Lösung erneut überdacht. Im Verlauf des Workshops stellte sich heraus, dass ein Dokumentenserver in Form eines Wikis den gleichen Effekt wie eine Datenbrille haben könnte, nur dass erstere Lösung ungleich günstiger zu bewerkstelligen ist.



Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist eine Methode bzw. eine bestimmte Denkweise zur Entwicklung von Innovationen und Problemlösungen. Im Fokus dieser Methode stehen immer die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer, für die der Lösungsansatz erarbeitet wird. Basierend auf diesen Bedürfnissen entwickeln Teams im Rahmen des Design Thinking Prozesses in kurzer Zeit viele neue Ideen und kreieren Prototypen. Durch den Austausch im Team und mit den zukünftigen Nutzern werden diese ersten Lösungen kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.
Die Design Thinking Wall bietet die Möglichkeit, das Konzept des Design Thinking zu visualisieren und das Mindset nachhaltig im Unternehmen zu verankern. Die Wall bietet die Chance, einen abstrakten Prozess als Visualisierung spielerisch erlebbar zu machen. So können große Probleme kleinteilig heruntergebrochen und schrittweise Lösungen entwickelt werden.
 

Wie eine App in Zukunft das Schiffslogbuch ersetzen soll

Mann mit Helm dokumentiert

Das Unternehmen

  • Name: NautilusLog GmbH
  • Sitz: Hamburg
  • Gründungsjahr: 2018
  • Größe: 5 Beschäftigte
  • Branche: Maritime Wirtschaft

Die NautilusLog GmbH ist ein Start-up aus der Hafenstadt Hamburg, das 2018 gegründet wurde. Das Gründerteam von NautilusLog bestehend aus Sven Hamer, Ingo Klemke und Otto Klemke, hat eine innovative App entwickelt, mit der in Zukunft an Bord von Schiffen weniger Papier verwendet werden soll und das Tracking, Reporting und die Zusammenarbeit an Bord und an Land erleichtert wird.


Die Herausforderung

Auch in der heutigen digitalisierten Welt läuft in der Schifffahrt noch vieles analog und papierbasiert. So gibt es beispielsweise auf einem Schiff bis zu 18 verschiedene Papierlogbücher, die händisch mit Daten gefüllt werden. Die NautilusLog-App ist ein digitales Logbuch für die Schifffahrt, das diese Papierlogbücher ersetzen soll. Zudem kann die App alle relevanten Status- und Eventdaten verschiedener Schiffsysteme an Bord sammeln und darstellen.

Die Erprobung der Software des Hamburger Start-ups im Praxiseinsatz an Bord eines Schiffes ist teuer und zeitaufwendig, da Schiffe lange Zeit unterwegs und weit entfernt vom Unternehmensstandort operieren. Dies macht schnelles und flexibles Testen neuer App-Versionen oder Entwicklungsstände unmöglich.


Der Wunsch

Bisher musste durch das Unternehmen immer ein Schiff gechartert werden, um Szenarien an Bord durchtesten zu können und Anpassungen an der App vorzunehmen. Um Kosten und Zeit zu sparen, entstand der Wunsch, die Erprobung des digitalen Logbuchs virtuell durchführen zu können. Ziel ist es, schneller und flexibler Softwareentwicklungs-Zyklen fahren und somit durch Anwendungstests die Qualität und Kosteneffizienz der Entwicklungen zu steigern.


Die Vorgehensweise

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen stellt dem Unternehmen hierfür die Technologieentwicklungsplattform eMIR zur Verfügung, in die NautilusLog die eigene Software über eine standardisierte Schnittstelle einbindet. In dieser Plattform sind verschiedene Simulatoren integriert sowie auch Schiffsführungssimulatoren verfügbar, die es dem Team ermöglichen, ihre Software in typischen Simulationsszenarien auf einem virteullen Schiff durchzutesten. Zum Beispiel kann die App während eines Manövers einer vordefinierten Schiffsfahrt von Hafen zu Hafen getestet werden, ohne tatsächlich auf ein Schiff gehen zu müssen.

Der Einsatz vom Smartphone statt Logbuch auf der Zeaborn, Bild: NautilusLog

 


Das Ergebnis

Die Anbindung der App an die bestehende IT-Infrastruktur verliefen bereits erfolgreich. Aktuell arbeitet NautilusLog an der Einführung eines ISO-Standards für die Datenschnittstellen, um ein einheitliches Vorgehen bei der Datenerfassung und -übertragung gewehrleisten zu können.  Sobald dieser ISO-Standard abgenommen wurde, werden die Tests zur Finalisierung des Umsetzungsprojekts abgeschlossen.


Kosten

Die Projektkosten lassen sich zum einen durch die Lizenzmodelle von kommerziell verfügbaren Schiffsführungssimulatoren ableiten: Eine kommerzielle Simulator-Lizenz liegt bei ca. 100.000 € exkl. Personalkosten. Zum anderen muss der durch das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum erbrachte Personalaufwand mit in die Projektkosten einkalkuliert werden. Bei dem Anwendungsprojekt mit NautilusLog sind beispielsweise etwa 120 Arbeitssunden durch Mitarbeiter des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums in die Umsetzung des Projektes geflossen.
Aufgrund der Förderung durch das BMWi konnten die Bereitstellung des Simulators sowie weitere Leistungen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Bremen für das Unternehmen kostenlos und anbieterneutral erbracht werden.

Zu diesem Projekt gibt es zudem ein Interview mit dem Gründer vom Unternehmen NautilusLog, Otto Klemke, als Podcast sowie einen spannenden Artikel.


Suchmaschinen-Stichworte für Lösungsanbieter

  • App Design und -Entwicklung
  • IT-Simulation
  • szenariobasierte Validierung und Verifikation

 


Art des benötigten Umsetzungspartners/ Dienstleisters

  • Ein kommerziell verfügbarerer Schiffsführungssimulator

Die Erprobung wird auf der Technologieentwicklungsplattform eMIR des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums durchgeführt. Diese Technologieentwicklungsplattform ermöglicht es, hochautomatisierte maritime Systeme und Services hinsichtlich ihrer Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit zu überprüfen. Sie besteht aus verschiedenen virtuellen Schiffssimulatoren sowie einem realen Steuerstand, der die Bedienung des Systems ermöglicht.


Dauer der Einführung/ Projektdauer

Die Planungsphase des Projektes begann im Februar 2019, die Test- und Pilotphase erfolgte dann im Sommer 2019. Der Projektabschluss ist aufgrund der Arbeit an einem ISO-Standard der Datenschnittstelle bisher noch offen. NautilusLog und das Bremer Kompetenzzentrum sind hierzu regelmäßig im Austausch.


Sie haben ebenfalls Interesse daran, ein Projekt zu Ihrer individuellen Fragestellung mit uns in Angriff zu nehmen? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per Mail oder telefonisch unter 0421 96 00 260!

Bundeswirtschaftsministerium fördert erstmals auch digitale Geschäftsmodelle

Businessmann zeigt auf Hologramme Digitalisierung

Bundeswirtschaftsministerium fördert erstmals auch digitale Geschäftsmodelle

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erweitert seine Innovationsförderung. Die Richtlinie zur Pilotförderung „Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP)“ wurde diese Woche  im Bundesanzeiger (PDF, 601 KB) veröffentlicht.
Hierzu sagt Peter Altmaier (Bundeswirtschaftsminister): „Wir erweitern unsere Innovationsförderung und fördern nun explizit auch nichttechnische Innovationen, wie neue digitale Geschäftsmodelle. Wir wollen so mehr junge, kleine und mittelständische Unternehmen erreichen, denn es gibt viele kluge unternehmerische Ideen, die unsere Wirtschaft voranbringen, sei es in der Kultur-und Kreativwirtschaft, von Freiberuflern oder von kleinen Dienstleistungsunternehmen.“
Die neue Förderung ist Teil der innovativen Transferinitiative des Bundeswirtschaftsministeriums. Diese verfolgt das Ziel, Hindernisse und Lücken auf dem Weg von der Idee bis zum Markterfolg zu benennen und zu beseitigen. Der Hauptfokus der neuen Richtlinie liegt unter anderem auf der Förderung von innovativen Geschäftsmodellen und Designansätzen, sowie Anwendungssoftware wie neuartige Lern-Apps und neuen Formen der Technologienutzung. Geplant ist der Programmstart für Herbst 2019. Es stehen Fördermittel in Höhe von 25 Millionen Euro zur Verfügung, die über 4 Jahre vergeben werden sollen.
Da diese Förderung nichttechnische Innovationen adressiert, verlagert sich ebenfalls der administrative Fokus: Üblicherweise wird in vielen Bereichen der Technologieförderung  auf naturwissenschaftlich ausgebildete Gutachter zurückgegriffen. Im Falle dieser neuen Förderungsrichtlinie sollen die Entscheidungen der Förderfähigkeit von Projekten auf Basis von Pitches und Juryurteilen gefällt werden.
Ein erster Förderaufruf soll digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle und Pionierlösungen adressieren und noch in diesem Jahr gestartet werden. Für 2020 Jahr ist ein zweiter Förderaufruf geplant, der den Fokus besonders auf kultur- und kreativwirtschaftliche Innovationen setzt. Die dritte Förderrunde soll voraussichtlich auf Innovationen mit einem besonders hohen „Social Impact“, zum Beispiel aus dem Bereich Bildung, abzielen.


Im Land Bremen informiert Sie die BAB Bremer Aufbau-Bank zur Förderung und Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben.
Weitere Informationen zum Thema Innovationsförderung finden Sie hier.

Weld 4.0 – Wird das Schweißen digital?!

Touchdisplay

Weld 4.0 – Wird das Schweißen digital?!

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen war eingeladen, die Ergebnisse des EU-Forschungsprojektes “Weld 4.0 – Redefining Welding Profile for Industry” zu begutachten.
Das Projekt beschäftigt sich mit der Erweiterung der Schweiß-Ausbildung um Themen der Digitalisierung und Industrie 4.0. Dazu wurde der Ausbildungskatalog erweitert und ein Spiel (ein sogenannten Serious Game) entwickelt, dass die neuen Themen erlebbar macht. Das Schweißen selbst wird in absehbarer Zeit nicht digital werden. Die Kompetenzen der Schweißer allerdings werden durch Möglichkeiten Digitalisierung aber erweitert.
Weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt erhalten Sie unter www.weld4.eu.
Haben Sie Interesse an einer unserer Veranstaltungen oder haben ein eigene Projektidee?
Kommen Sie auf uns zu, wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
 

Wenn der Stift ausgedient hat

Schiffskapitän mit Smartphone

Im Internet lässt sich jedes Schiff auf der Welt in Sekundenschnelle lokalisieren. Die Digitalisierung hat also schon längst in der Schifffahrt Einzug gehalten? Nicht, wenn man einen Blick auf die Brücke oder den Maschinenraum wirft.

Zwar stehen auch hier Computer und moderne Navigationsinstrumente, aber jede Schiffsbewegung, jede Wetteränderung, jedes Vorkommnis wird noch heute per Hand ins Logbuch eingetragen. Bis zu 18 Logbücher sind auf einem Großtanker oder Containerriesen verteilt. Gängige Praxis, seit Jahrhunderten.

In regelmäßigen Abständen, werden die Daten oftmals per Hand im Reedereibüro in Excel-Listen übertragen und in zahlreichen Ausführungen versendet – an Behörden, Charterer, Kunden und Dienstleister.

Das Logbuch für die Hosentasche

Geht das nicht digital viel einfacher? Dieser Frage geht NautilusLog nach. Das Start-up hat eine Smartphone-App entwickelt, die Logbücher ersetzt – und sogar noch viel mehr kann. Sie könnte sowohl für die Crews als auch die Reeder das Leben künftig entscheidend vereinfachen.

Verantwortlich für die Idee sind die beiden Informatiker Sven Hamer und Otto Klemke und der Physiker Ingo Klemke. Die Namensverwandtschaft der beiden letzteren ist nicht zufällig – sind sie doch Vater und Sohn. Zu dritt nehmen sie sich der digitalen Schifffahrt an. „Ich war sehr überrascht, als ich hörte, dass Logbücher heute noch genauso funktionieren wie vor dreihundert Jahren“, sagt Otto Klemke.

Sammeln, Erfassen und Bereitstellen von Daten

Die Smartphone-App von NautilusLog ermöglicht es nicht nur, Daten sofort digital zu erfassen, sie kann auch Sensorwerte von Maschinen oder GPS- oder Wetterdaten überwachen und sie automatisch mitschreiben. Basierend auf den Werten löst sie, falls gewünscht, auch Events aus – Erinnerungen an die Crew, Wartungsintervalle einzuhalten oder Kursänderungen vorzunehmen.

„Auf Schiffen gibt es heute verschiedene, fest installierte Systeme, die digital Daten erfassen oder verarbeiten. Aber es gibt keine vollumfängliche Lösung, die alles vereint und stakeholdergerecht aufbereitet“, so Klemke. „Unsere Lösung ist angepasst auf die Bedürfnisse an Bord und funktioniert auch ohne eine permanente Internetverbindung. Die Besatzung kann bei Vorkommnissen informiert werden und entsprechend reagieren. Der Reeder kann auf Wunsch seine Flotte in Echtzeit überwachen und entscheiden, mit wem er seine Daten teilt, um das neu gewonnene digitale Potenzial zuvor handschriftlicher Notizen zu nutzen.“

Die Ausführung als Smartphone-App hat zudem weitere Vorteile: Mit der Bedienung findet sich jeder sofort zurecht und das Gerät ist in der Hosentasche bequem zu transportieren und immer dabei, auch im engen Maschinenraum. Durch eine gemeinsame Datenbank müssen zudem Daten nicht mehr doppelt oder in unterschiedlichen Quellen erfasst werden – eine potenzielle Fehlerquelle alter, handschriftlicher Logbücher.

Die Branche verändern

Die App könnte eines Tages jede Menge Papierkram und Zeit sparen. Leider heute noch nicht, denn internationale Rechtsvorschriften besagen, dass Logbücher auf Papier unterzeichnet werden müssen, um rechtsgültig zu sein. Gut, dass die App alle Daten zum Drucken aufbereitet.

„Wir arbeiten mit Behörden zusammen, die digitalisierte Schifffahrt möglich zu machen. So wirken wir derzeit an der Gestaltung neuer DIN-Normen für Smarte Logbücher mit“, so Klemke.

Gegen alte Traditionen hat das Startup an vielen Fronten zu kämpfen. „Die maritime Wirtschaft ist international unterschiedlich weit entwickelt. Dies macht die Entwicklung neuer Normen und Standards für die digitalisierte Welt, bei der verschiedene Stakeholder wie Reeder, Häfen und Zertifizierungsgesellschaften an einen Tisch sitzen, zu einer Herausforderung.“, erklärt Klemke. Nach der überstandenen Schifffahrtskrise seien Reedereien noch zurückhaltend bei Neuinvestitionen, auch wenn diese entscheidende Effizienzgewinne mit sich bringen könnten.

Schifffahrtssimulator nutzen

Hilfe bei ihrer Mission erhält das Team von NautilusLog auch vom Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Bremen. Bei der Hamburger „Schiff & Hafen-Konferenz Maritim 4.0“ trafen das junge Unternehmen 2018 erstmals auf das Kompetenzzentrum und den dort ausgestellten Schifffahrtssimulator. Der Simulator ist einer von zwölf Demonstratoren des Zentrums, die Digitalisierung ganz praktisch und greifbar erklären.

„Der Simulator ist ideal für unsere Entwicklungsarbeit. Wir können dort neue Versionen unserer Software testen, ohne dass wir auf hohe See müssen. Unser Testaufwand reduziert sich von Wochen so auf Stunden“, erklärt Klemke. Mithilfe des Bremer Kompetenzzentrums könnte die maritime Wirtschaft also schon bald ein ganzes Stück effizienter, schneller und transparenter werden.


Wollen Sie in die Digitalisierung starten, aber wissen noch nicht, wie? Dann melden Sie sich bei Daniel Schneider, ds@kompetenzzentrum-bremen.digital oder 0421 969689912!

Podcast zum Thema Schifffahrt digital: Ein Logbuch ohne Papier – geht das?

Schiff mit Containern

Schifffahrt digital: Ein Logbuch ohne Papier – geht das?

Genau diese Frage hat sich das Team von der NautilusLog GmbH aus Hamburg gestellt und sagt heute: “Klar, geht das – wenn man will!”
Auf dem diesjährigen Tag der Logistik des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Bremen hat Otto Klemke, Mitgründer des Unternehmens NautilusLog GmbH, erklärt, wie genau das funktionieren soll und seine Geschäftsidee vorgestellt.
Die Schifffahrt ist eine der geschichtsträchtigsten Branchen, die auch heute noch stark von Traditionen geprägt ist. Dementsprechend langsam setzen sich Innovationen durch: Selbstverständlich gibt es Systeme, ohne die auch die Schifffahrt heute nicht mehr auskommt, aber vieles wird eben doch noch in Papierform und persönlich von Mensch zu Mensch erledigt. Nach wie vor werden Logbücher auf Schiffen in verschiedenen Versionen handschriftlich geführt – die Digitalisierung in der Schifffahrtsbranche steht also noch ziemlich am Anfang. Genau das möchte das Team von NautilusLog ändern und hat ein digitales Logbuch für Schiffe entwickelt, das per App bedient und ausgefüllt werden kann. Das klingt wie eine kleine Revolution in der traditionsreichen Schifffahrtsbranche…
Hören Sie in unserem Podcast Daniel Schneider im Gespräch mit Otto Klemke und erfahren Sie, wie die Nutzung von digitalen Daten statt Logbüchern in Papierform die Arbeit auf Schiffen erheblich erleichtern kann und welchen Beitrag das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen bei dieser tollen Idee leisten konnte.
Viel Spaß beim Reinhören!

Tag der Logistik am 11. April 2019 Teil 2 – World-Café

Graphical Recording Tag der Logistik 2019

Tag der Logistik am 11. April 2019 Teil 2 – World-Café und Demonstratoren

Der “Tag der Logistik” der Bundesvereinigung der Logistik (BVL), ist inzwischen zu einer Institution geworden. Logo Tag der Logistik 2019Zum zwölften Mal öffneten am 11. April 2019 wieder deutsche und internationale Logistik-Institute und -Unternehmen ihre Pforten und präsentierten ihre Angebote zur Logistik.
Im Anschluss an die Vorträge wurden die fünf Schwerpunkte des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Bremen im Format des “World-Café” aufgearbeitet. Ziel eines World-Cafés ist es, den Einstieg in ein Thema zu finden und durch mehrfache Wechsel zwischen den Thementischen eingefahrene Denkmuster zu durchbrechen. So werden durch die Kombination von Erfahrungswissen und neuen Impulsen neue Ergebnisse produziert. Ein großes Stichwort bei allen Themen war: Transparenz.
Transparentes Verhalten wird von vielen Seiten gefordert, aber es bedarf einer großen Anstrengungen den Anforderungen aller beteiligter Partner auch angemessen gerecht zu werden.
Ich könnte noch mehr Worte zum Ergebnis des World-Cafés verlieren, das Graphical-Recording von Andrea Reil und Kerstin Hildebrandt fasst diese aber sehr anschaulich zusammen; Machen Sie sich selbst ein Bild:
Graphical Recording des World-Café beim Tag der Logistik 2019

[idea]Mehr zum Thema World-Café finden Sie unter diesem Link. (Mit freundlicher Unterstützung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Kommunikation.)[/idea]

Lesen Sie im ersten Teil dieses Beitrages, welche spannenden Inhalte in den Vorträgen der Unternehmen Ubimax GmbHNautilusLog GmbH, der PTS Group AG und von der Armbruster Engineering GmbH vorgestellt wurden.

[one_third][/one_third][one_third]Logo BIBA[/one_third][one_third]Logo Logdynamics[/one_third]

Unser neuer Podcast ist online! Arbeit 4.0: Was bedeutet das für Frauen?

Nahaufnahme eines Mikrofons auf einer Bühne

Unser neuer Podcast ist online! Arbeit 4.0: Was beutet das für Frauen?

Auf dem Fachtag am 14.2.2019 wurden die Chancen und Risiken der Digitalisierung für Frauen ausgelotet.  Die Digitalisierung der Arbeitswelt wird ermöglicht durch technische Veränderungen ausgehend von neuen Maschinen, Algorithmen oder Robotern (Künstliche Intelligenz). Andererseits weist sie weit über die Technik hinaus, wenn sich in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt neue Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit entwickeln (New Work, agile und kollaborative Arbeitsformen). Digitale Arbeit zeichnet sich aus durch mehr Vernetzung, Beschleunigung und Transparenz. Flache Hierarchien und selbst organisierte Teams sollen mehr Innovation und kürzere Produktionszyklen ermöglichen. Technologien verändern Berufe – wie verändern sich Arbeitsverhältnisse und Arbeitszeitmodelle durch die Digitalisierung?
In unserem neusten Podcast kommen die Referentinnen der Veranstaltung zu Wort und beleuchten das Thema Arbeit 4.0 von verschiedenen Seiten.
Dr. Yvonne Bauer vom Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen hat durch den Tag geführt, Dr. Kira Maas vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung in München referierte zum Thema “Vom Umbruch zum Aufbruch. Frauen in der digitalen Transformation” und Amanda Julia Witkowski von der Hans-Böckler Stiftung beantwortet die Frage “Wie weiblich ist Arbeit 4.0?”.
Den Podcast finden Sie hier.
Viel Spaß beim Reinhören!

Innovationswerkstatt zum Thema Rampenmanagement gemeinsam mit FRoSTA

Innovationswerkstatt Rampenmanagement Vortrag

Am 01.03.2019 fand unsere Innovationswerkstatt zum Thema „Rampenmanagement” beim Unternehmen FRoSTA in Bremerhaven statt.
Nach drei Impulsvorträgen zu Beginn der Veranstaltung haben die 18 Teilnehmer aus Umschlags- und Transportunternehmen die Rahmenbedingungen für eine Verbesserung der Rampenabfertigung bei Umschlagunternehmen unter Berücksichtigung der Einbeziehung der Transportunternehmen. Besonders wurde hervorgehoben, dass das heute zum Teil verwendete Slot-Management zu starr bezüglich der sich laufend verändernden Rahmenbedingungen, wie z.B. verkehrsbedingte Verspätungen und Verzögerungen durch Produktionsausfälle, ist. Statt der teilweise längerfristigen Slot-Planung bzw. -reservierung wurde auf kurzfristige Abfertigungsplanung unter Verwendung einer bi-direktionalen Kommunikation der Beteiligten gesetzt.
Die durch das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum vorgestellten Technologien der Geschäftsprozessmodellierung und die Simulation der logistischen Prozesse wurden ebenfalls von den Teilnehmern positiv aufgenommen und können bei Bedarf (ggf. auch unabhängig von der weiteren Vorgehensweise bzgl. des Rampenmanagements) von einzelnen Teilnehmern für die eigene Prozessoptimierung beim Kompetenzzentrum angefragt werden.
Am 17. Mai fand die nächste Innovationswerkstatt zum Thema “Rampenmanagement” statt – dieses Mal in Kooperation mit der BLG.
Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung erhalten Sie auch auf der Seite unseres Projektpartners ISL (Link).